Aufregung um geplanten Parkplatz in Perchtoldsdorf

Dieser schöne Garten soll in einen Parkplatz verwandelt werden. Foto: Wladyka

Die Perchtoldsdorfer Oppositionsparteien SPÖ und Liste Wladyka blasen zum Angriff gegen Bürgermeister Martin Schuster (ÖVP) bzw. dessen Baupolitik im Ort. Anlass: Der schöne Garten der gemeindeeigenen Wohnhausanlage Beatrixgasse 2 soll einem Parkplatz weichen. Und zwar für jene Bewohner, die in der geplanten Wohnhausanlage mit 16 Wohnungen in der Beatrixgasse 5, gleich gegenüber, einziehen werden.

Beim Haus selbst kann man keine Tiefgarage bauen, weil dadurch ein Brunnen gefährdet wäre. Gemeinderätin Gabriela Wladyka von der Bürgerliste Wladyka: „Anstatt das Bauvorhaben aus diesem Grund abzuweisen, will man dem Bauträger ein Zuckerl nach dem anderen schenken: Zuerst wollte man die Bebauungsdichte und Bauklasse erhöhen, jetzt will man einen Garten als Parkplatz anbieten.“ Und dann gewohnt angriffslustig: „Martin Schuster sollte ein Bürgermeister sein und kein Bauträgermeister! Bei uns im Ort passiert alles zu Gunsten der Baulobby, obwohl das die Bevölkerung überhaupt nicht will.“

Kritik kommt auch von SPÖ-Klubobmann Anton Plessl: „Warum der Baureferent alles tut, um diesen Großbau zu ermöglichen, erschließt sich mir nicht. Viele kleine Häuslbauer haben oft das Gefühl, sie würden vom Bauamt schikaniert werden. Einige können es sich aber immer richten.“

Jedenfalls ist bereits eine „Demo gegen Grünflächen- und Baumvernichtung für Bauträger-Parkplätze“, geplant, wie Gemeinderätin Wladyka in einer Aussendung formuliert. Termin: Samstag 23. Juni 2018, 10 Uhr, Beatrixgasse 2. 

Ob das die ÖVP-Rathausmehrheit bei der Gemeideratssitzung am 26. Juni davon abhalten wird, das Parkplatzprojekt fallen zu lassen, darf allerdings bezweifelt werden. 

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