Eklat bei NEOS-Veranstaltung

Gastrednerin NR-Abg. Steffi Krisper

Perchtoldsdorf: Nach dem Rückzug der bisherigen NEOS-Spitzen Günther Jörg und Günter Ringhofer (offiziell aus privaten Gründen, inoffiziell soll es Streitereien in der Partei gegeben haben) präsentierte sich das neue NEOS-Team mit Christoph Müller (21), Claudia Buchanan (42), Anton Platt (62) und NR Martina Künsberg Sarre (43) am 9. Jänner im Jugendcafe LEO einer kleinen Schar von Bürgerinnen und Bürgern.

Als Stargast kam NR-Abg. Steffi Krisper, die als BVT-Aufdeckerin bekannt ist und über schwarze Netzwerke im Innenministerium und beim Geheimdienst erzählte. 

Christoph Müller, auch JUNOS-Chef von NÖ,  kritisierte u.a. Postenschacher, Intransparenz und Steuergeldverschwendung in Pechtoldsdorf (u.a. die Perchtoldsdorfer Rundschau, in der meist nur der Bürgermeister und die ÖVP vorkämen) und meinte dann, die Neos würden sich Verbündete suchen, wie zum Beispiel die Bürgerliste mit Gabriele Wladyka. 

Mehr hat er nicht gebraucht. Der lokale Immobilien-Tycoon und Kunstsammler Gernot Schwayer meldete sich daraufhin erregt zu Wort. Er outete sich als bisheriger Unterstützer der NEOS, müsse aber seine Haltung überdenken, wenn sich die NEOS jetzt mit der Frau Wladyka verbünden wollen. Dazu muss man wissen, dass Wladyka und ihre Bürgerliste Schwayer als Zubetonierer bezeichnen und einen großen Anteil daran haben, dass der schwerreiche Kunstliebhaber sein geplantes Art Center im Ort nicht realisiert hat, weil ihm zu viel Gegenwind von Behörden und Bürgern entgegen blies. Schwayer und Wladyka begannen daraufhin lautstark zu streiten, worauf die gastgebenden NEOS zu beruhigen versuchten.

Christoph Müller: Mit 21 zu jung für die NEOS-Spitze?

Schwayer (er hat von Perchtoldsdorf mehr oder weniger genug und sieht jetzt seinen Lebenssinn in seinem eigenen Wald im Gurktal) kritisierte auch das niedrige Alter des NEOS-Spitzenkandidaten Müller für diese Funktion und warf der Gastrednerin Krisper vor, sich zu wenig nach links abzugrenzen. 

Ein kleines Detail noch am Rande: Weil offensichtlich nicht ganz geklärt war, wer die Rechnung für die Getränke und Brötchen während der Veranstaltung zahlt, wies die Lokalbesitzerin die Gäste beim Hinausgehen dezent auf eine Spendenbox hin. 

6 Kommentare

  1. Wenn der Herr Schwayer seinen Lebenssinn im Gurktal sieht, wieso mischt er sich dann in die Belange der Perchtoldsdorfer Bürger ein? Betonierer haben wir eh genug in Petersdorf (siehe Burgvorplatz). Also, Herr Schwayer: Baba und foins ned.

    1. Nachdem er Perchtoldsdorf großflächig zubetoniert hat, die Allee in der Latschkagasse und 200jährige Bäume am Dollerareal gerodet hat, braucht er jetzt einen Wald….

    2. Ich stimme seiner Kritik zu. Und das Gurktal ist herrlich.
      Die Listenumstellung in letzter Minute und die Tatsache, dass ein Studenterl an die Spitze gestellt wurde, ist für jeden der eine Funktion in der Politik gehabt hat, völlig unverstänlich

  2. Es war definitiv eine interessante und – zumindest zeitweise – etwas aufgeladene Diskussion.

    Positiv sehe ich, dass es in unserem schönen Ort eine stattliche Anzahl von Menschen gibt, die sich mit viel Engagement und Herzblut für die Belange Perchtoldsdorfs einsetzen.
    Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, in Perchtoldsdorf ein Diskussionsklima zu erhalten (oder wiederherzustellen?), wo auch abweichende Meinungen sachlich und ohne persönliche Anfeindungen vorgetragen werden können. So – und nur so – können wir auch in Zukunft sicherstellen, dass sich die an der Sache interessierten Menschen in die politische Diskussion einbringen.

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