ÖVP verliert knapp die Absolute, Grüne und Bürgerliste große Gewinner

Das vorläufige Wahlergebnis

Die Wiederholung der Gemeinderatswahl vom 26. Jänner brachte keine Riesenüberraschuung: Die ÖVP bekam – laut vorläufigem Wahlergebnis – 48,08% der Stimmen (2015: 58,81%) und verlor damit ihre absolute Mehrheit. Zweitstärkste Partei wurden die Grünen mit 19,19% (2015: 10,59%), drittstärkste die Bürgerliste mit 13,34%, die damit ihr Ergebnis von 2015 mehr als verdoppeln konnte (5,82%). Eine Sensation für Grün und Bürgerliste, wie schon beim ersten Durchgang am 26. Jänner!

Die Bürgerliste mit Gabriele Wladyka feierte bereits Sonntagabend ausgiebig ihren Wahlsieg beim Heurigen Hummelberger-Rathammer

Enttäuschend das Ergebnis für die SPÖ. Sie kam nur auf 8,54% (2015: 11,26%), die NEOS erreichten 8,3% (2015: 5,34%) und damit einen deutlichen Zuwachs, und die FPÖ erlitt mit 2,54% gegenüber 2015 (6,76%) einen Kapitalabsturz.

Die Mandate teilen sich wie folgt auf: ÖVP 18, Grüne 7, Bürgerliste 5, SPÖ 3, NEOS 3 und FPÖ 1.

Für eine seriöse Analyse ist es zwar noch zu früh, dennoch kann man jetzt schon sagen, dass Bausünden und Budgetprobleme im Ort zu Lasten der ÖVP gegangen sein dürften, die aber auf sehr hohem Niveau Stimmen verlor. Die Grünen als Umweltpartei setzten mit dem Antrag auf Wahlwiederholung auf eine riskante Karte und gewannen als einzige sogar noch Stimmen gegenüber dem 26. Jänner dazu. Obwohl diesmal über 500 Stimmen weniger abgegeben wurden. Die Bürgerliste mit der kämpferischen Gabriele Wladyka konnte ihre Klientel vergrößern, die SPÖ hat offensichtlich wie auch im Bund inhaltliche und wohl auch personelle Probleme, sieht sich aber auch ein wenig als Opfer der Corona-Bedingungen. Die NEOS konnten mit einem jungen Team dazugewinnen, die FPÖ mit Kandidaten, die sich mehr versteckt als wahlgekämpft haben und darüber hinaus auch Leidtragende des FPÖ-Chaos im Bund waren, wurde fast zertrümmert. Hätten die Blauen zwei Stimmen weniger bekommen, wären sie aus dem Gemeinderat geflogen und die ÖVP hätte die Absolute behalten. Sieger der Wahl sind auf alle Fälle die  Perchtoldsdorfer Bürger/innen, die jetzt mehr Demokratie bekommen, weil sich alle Parteien noch mehr anstrengen müssen und dies wahrscheinlich auch tun werden. Lothar Schwertführer

 

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