Wladyka: “Ohne uns gäbe es keine einzige Bausperre”

Bürgerliste mit Helmuth Kittinger, Gabriele Wladyka, Michael Kunerth, Julia Kunerth und Thomas Wladyka, Foto: Schwertführe

Wem verdankt Perchtoldsdorf die Bausperren? Diese Frage beschäftigt eine Woche vor der Gemeinderatswahl am 26. Jänner die Ortspolitik. ÖVP-Bürgermeister Martin Schuster kontert in seiner Wahlbroschüre der Bürgerliste, die die Bausperren für sich reklamiert und schreibt, dass er vor einigen Jahren im Land eine Bebauungsdichte von maximal 2 Wohneinheiten für das Perchtoldsdorfer Ortszentrum im Land durchgesetzt habe. “Das geschah nicht auf Zuruf der Perchtoldsdorfer Opposition”, heißt es in der ÖVP-Broschüre. Ein klarer Seitenhieb gegen Gabriele Wladyka von der Bürgerliste.

Diese zeigte sich bei einer Pressekonferenz am Samstag beim Heurigen Toni Nigl empört über die bürgermeisterliche Aberkennung ihrer Urheberschaft im Kampf gegen die Verbauung. “Ohne die Bürgerliste gäbe es keine einzige Bausperre in Perchtoldsdorf. Wir haben seit 2004 in allen Sitzungen Dringlichkeitsanträge im Gemeinderat gestellt. 2018 haben wir mit 700 Unterschriften erreicht, dass mehrere Bausperren verhängt werden”, sagt sie.

Wäre sie Bürgermeisterin, so Wladyka, würde sie sofort den Bebauungsplan radikal ändern und nur noch 40 Prozent Bebauungsdichte im Kerngebiet erlauben. Derzeit sind 60% und mehr verbaubar. Außerdem würde sie den Burgvorplatz wieder begrünen und für eine bessere Baumpflege sorgen. Und sie würde das Budget in Ordnung bringen. Helmuth Kittinger, KURIER-Manager und auf Platz 2 der Bürgerliste gereiht: “Die Gemeinde hat 55,2 Mio Euro Schulden, wenn man die Haftungen mitrechnet. Dafür müssen mehrere Generationen zahlen.”

Die Bürgerliste, die sich zu einem Gutteil aus Mitgliedern der Familie Wladyka zusammensetzt, hofft auf ein drittes Mandat bei der Wahl. “Schließlich bin ich in Pension und habe mehr Zeit für die Politik”, sagt Gabi Wladyka. Für den Wahlkampf, in dem sie mit ihrem Team auch eine eigene Zeitung an die 7500 Haushalte verteilt, hat sie nach eigenen Angaben bis jetzt 5000 bis 6000 € ausgegeben.

Ein Interview mit Gabriele Wladyka sowie mit den Spitzenvertretern der anderen Parteien finden Sie auf perchtoldsdorf-tv.at

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