Perchtoldsdorf: Perchtoldsdorf entwickelt das Mobilitätsangebot im Ortsgebiet weiter und setzt auf moderne, bedarfsorientierte Mobilitätslösungen. Da die Nutzung des Ortsbus Nutzung über einen längeren Zeitraum ausgesprochen gering ist (laut Angabe der oppositionellen Grünen immerhin 100 Personen pro Tag), sind die jährlichen Kosten von rund 235.000 Euro in Zeiten des Spardrucks nicht mehr gerechtfertigt. Bereits 2022 wurden deshalb Anpassungen bei den Betriebszeiten vorgenommen. Der Betrieb soll nun mit 30. Juni 2026 beendet werden. Der Zeitpunkt ist an die Tarifanpassungen des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) gekoppelt.
Auch künftig unterstützt die Gemeinde Fahrten mit den bestehenden VOR-Linien (206, 256, 257, 258, 259 und 260) innerhalb des Ortsgebiets mit einem Zuschuss von 0,50 Euro pro VOR-Einzelfahrkarte. Für Schülerinnen und Schüler arbeitet die Gemeinde derzeit an einer Lösung für das kommende Schuljahr. Gleichzeitig sollen Angebote für ältere Menschen verbessert werden. Da die verfügbaren Mobilitätsangebote meist die Nutzung von Mobilitäts-Apps voraussetzen, verstärkt die Gemeinde die Schulungsangebote, die es Seniorinnen und Senioren erleichtern sollen, Angebote wie Taxi-Apps und Uber zu nutzen. „Wir möchten auch in Zukunft ein verlässliches und leistbares Mobilitätsangebot für die Bevölkerung sicherstellen. Dabei setzen wir auf gezielte Unterstützung, moderne Angebote und Lösungen, die sich am tatsächlichen Bedarf orientieren“, erklären Bürgermeisterin Andrea Kö und Vizebürgermeister Tony Platt.
Darüber hinaus ist eine zusätzliche Förderung für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen vorgesehen. Unterstützt werden sollen Menschen mit Hauptwohnsitz in Perchtoldsdorf, die die öffentlichen Verkehrsmittel dauerhaft nicht nutzen können und soziale Unterstützungsbedürftigkeit aufweisen. Die Förderung soll insbesondere notwendige Taxifahrten im Alltag erleichtern. Geplant ist ein Zuschuss von bis zu 500 Euro pro Person und Jahr. Der Start der Förderung ist mit 1. Oktober 2026 vorgesehen, für das Jahr 2026 aliquot mit 125 Euro. Die bestehende Förderung für Mobilitäts- und Energiekosten in Höhe von 150 Euro jährlich bleibt weiterhin bestehen und wird künftig stärker auf Energiekosten fokussiert.

