Die Zukunft von Sommerspielen und Kulturzentrum

Kulturzentrum Beatrixgasse, Foto: Boeger

Perchtoldsdorf: Werden die Perchtoldsdorfer Sommerspiele eingestellt, und schließt das Kulturzentrum für immer seine Pforten? Diese zwei Gerüchte schwirren derzeit in Medien und Sozialen Netzwerken umher. noe24.at sprach mit Wolfgang Hussian (ÖVP), dem geschäftsführenden Gemeinderat für Finanzen, und ließ sich von ihm über den Stand der Dinge informieren.

Sommerspiele: Tatsache ist, dass die Gemeinde Perchtoldsdorf 2025 135.000 Euro für die vom Land NÖ mitgeförderten Spiele dazuzahlen musste. Ob es angesichts der angespannten Finanzlage der Gemeinde möglich ist, diesen oder einen ähnlich hohen Betrag auch in Zukunft auftreiben zu können, wird sich erst herausstellen. “Wenn wir es uns leisten können, machen wir weiter”, so Hussian wörtlich, den der Gemeindebeitrag für die Sommerspiele angesichts eines 45 Millionen Jahresbudgets nicht extrem erschüttert. Der Vertrag mit dem derzeitigen Intendanten Alexander Paul Kubelka endet heuer, ob sein Vertrag verlängert wird, wird man sehen. “Kubelka hat seine Sache aber sehr gut gemacht”, lobt Hussian den Kärntner Regisseur und Theatermann. Unklar ist trotzdem, ob 2027 eine Sommerspiel-Pause eingelegt wird und ob und wie es weitergeht. Das wird sich diesen Sommer entscheiden. Hussian schätzt die Chancen 50:50 ein. 

Kulturzentrum: Das Gebäude wurde 1975 errichtet und ist akut sanierungsbedürftig. Lift, Brandschutz, Akustik, WC-Anlagen und Dachsanierung sind die wichtigsten Baustellen, Hussian rechnet mit einem höheren fünfstelligen Betrag. Vor allem gibt es große Bedenken wegen der jetzigen Sicherheitsvorkehrungen (Stichwort Fluchtweg) im oberen Saal, wenn er voll besetzt ist. “Der macht uns Kopfzerbrechen”, so Hussian. Brandschutz: Eventuell reiche es, das Haus mit einer Sprinkleranlage auszustatten. “Ich gehe mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Bibliothek nicht ausziehen wird müssen.” 

Insgesamt macht Finanz-Gemeinderat Wolfgang Hussian Hoffnung: “Wir werden alles daransetzen, das Kulturzentrum in einen Zustand zu versetzen, das wir es wieder eröffnen können.” Auf einen genauen Zeitplan will er sich jedoch nicht festlegen.

Finanzchef GfGR Wolfgang Hussian

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