Das Bühnenbild, Häuschen aus Dämmplatten. Foto: Alexander Paul Kubelka

Perchtoldsdorf: Mit der Jubiläumsproduktion „TILL EULENSPIEGEL, wenn das Herz brennt“ gingen die Sommerspiele Perchtoldsdorf in ihre vierte Spielzeit unter der künstlerischen Leitung von Intendant und Regisseur Alexander Paul Kubelka.

Vom 2. Juli bis 1. August 2026 wurden von den 17 angesetzten Vorstellungen 16 unter freiem Himmel im Perchtoldsdorfer Burghof gespielt, eine Vorstellung musste krankheitsbedingt abgesagt werden. Insgesamt verzeichneten die Sommerspiele Perchtoldsdorf 5359 Besucherinnen und Besucher, was einer Auslastung von rund 70 Prozent entspricht.

Das ist eine der geringsten Auslastungen in der 50-jährigen Geschichte der Sommerspiele. So betrug die Auslastung etwa 2021, damals noch unter Intendant Michael Sturminger, stolze 95 Prozent, und 2023, bereits unter dem neuen Intendanten Kubelka, immerhin 92 Prozent. Nur „Moliere oder der Heiligenschein der Scheinheiligen“ im Coronajahr 2022 hatte mit knapp 60 Prozent Auslastung eine noch schlechtere Bilanz.

Die Auslastung allein sagt aber noch nicht alles über die Akzeptanz des Stückes aus. Wie noe24.at berichtet, verließen heuer viele Besucherinnen und Besucher wegen der Länge der Aufführung (fast dreieinhalb Stunden) und der Endlosmonologe vorzeitig in der Pause den Veranstaltungsort.

Die Kritik in der Presse fiel überwiegend negativ aus. Von einer „zähen, verworrenen, von A bis Z schlecht getakteten und viel zu langen, blutrünstigen Abhandlung“ schrieb die Kronenzeitung. „Intendant Alexander Paul Kubelka überhebt sich mit einem überambitionierten Till Eulenspiegel“, titelte der Kurier. Und die renommierte Theaterkritikerin Renate Wagner schrieb auf der internationalen Kulturplattform onlinemerker.com, Regisseur Alexander Paul Kubelka (der auch für die Bühne zuständig ist) habe es für Regiekunst gehalten, möglichst viel Verwirrung und Unklarheit auf die Bühne zu bringen.

Gelobt hingegen wurde jedoch von so gut wie allen Seiten die schauspielerische Qualität der Aufführung.