BP-Kandidat Brunner in Perchtoldsdorf: Vorbild Gandhi

Perchtoldsdorf: Auf Einladung der Bürgerliste sprach Bundespräsidentschaftskandidat Dr. Michael Brunner (62) von der MFGPartei im Kulturzentrum. Bürgerlisten-Chefin Gabriele Wladyka ist seit heuer Bezirkssprecherin der Menschen-Freiheit-Grundrechte-Partei in Mödling.

Dr. Michael Brunner bei seiner Wahlrede, daneben NÖ-Parteiobmann Gerhard Ivan und Gabriele Wladyka

Brunner, einer der sechs Mitherausforderer von Alexander Van der Bellen, erschien im sportlich-eleganten Outfit mit Sakko, Jeans und Schal. Er wirkte locker, freundlich, humorvoll und ganz anders, als man ihn vom Fernsehen her kennt. Mit großem Applaus wurde der Wiener Rechtsanwalt vom Publikum empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Wladyka und den NÖ-Landessprecher Gerhard Ivan erfolgte eine rund 40-minütige Wahlrede. Und die hatte es in sich. Brillant formuliert, kampfeslustig, messerscharf mit Zahlen und Fakten argumentierend, und mit vielen Pointen gespickt, zog Brunner über das derzeitige politische System und die mit Inseraten und Förderungen gekaufte Medienlandschaft her. Immer wieder wurde er, der völlig frei sprach, vom Applaus der rund 100 Fans unterbrochen.

Wie nicht anders zu erwarten, geißelte Brunner die verfassungswidrige Corona-Politik, die Impf- und Maskenpflicht, bezeichnete die Corona-Tests als giftig und die Geschäftemacherei rund um Corona als kriminell. Auch den Klimawandel sieht Brunner bei weitem nicht so dramatisch, als es die Maßnahmen dagegen rechtfertigen würden.  Einen großen Teil seiner Rede widmete der BP-Kandidat den Sanktionen gegen Russland. Wenn er Präsident werde, so würde er, Brunner, sofort die Sanktionen beenden und einen Verhandlungstermin mit Russland, der Ukraine, den USA und der EU vereinbaren. In diesem Zusammenhang zitierte er Helmut Schmidt, für den hunderttausende Stunden verhandeln besser gewesen sei als eine Minute Krieg. (Schmid soll allerdings nur von hunderten Stunden gesprochen haben).

Österreich solle sich nicht nur seiner Aufgabe als neutrales Land und Friedensvermittler besinnen, sondern auch seiner eigenen Wirtschaftsleistung. Klein- und Mittelbetriebe müssten viel mehr gefördert werden und regionale Produkte vorrangig gegenüber ausländischen Konzernen behandelt werden. Für Einkommen bis 2.000 Euro würde er die Einkommensteuer abschaffen.

Auch dem Genderwahn würde Brunner als Bundespräsident einen Riegel vorschieben und das Gendern zumindest im Behördenbereich abschaffen.

Seine Mitbewerber als Herausforderer des amtierenden Bundespräsidenten bewertete er allgemein als sympathisch, gab jedoch zu bedenken, dass Grosz und Rosenkranz von der FPÖ bzw. dem BZÖ kämen und daher aus dem bestehenden System, und Valentin von der Kronenzeitung. Alle seien daher nicht wirklich unabhängig. Der Kandidat Heini Staudinger sei zwar sehr nett, aber ihm traue er das Amt des Bundespräsidenten nicht zu, und  Marco Pogos Freibier-Programm sei für das höchste Amt im Staat doch etwas zu wenig.

Gegen Schluss seiner Rede zitierte Dr. Michael Brunner den großen Mahatma Gandhi, der mit passivem Widerstand und gewaltlos das indische Volk in die Unabhängigkeit geführt hat. “Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.”

In diesem Sinne forderte er seine Wählerschaft auf, sich nicht alles gefallen zu lassen und sich zu wehren. Bei den Leuten im Kulturzentrum, die sich überdies noch am Gratisbüffet delektieren konnten, kam die Botschaft jedenfalls voll an.

 

 

 

 

Ein Kommentar

  1. Danke, das ich / wir dabei waren.

    Ja, zu jeden Punkt gibt es viel zu sagen.
    Zu sagen, was keinen Platz fand,….
    Geben wir jeden dieser und noch mehr Punkten Stimme, Gehör, Tatkraft.
    Stellen wir infrage.
    Prüfen auf Richtigkeit, Zuverlässigkeit, Handlungsnotwendigkeit,….
    Prüfen : Ist das die Richtung, gibt es auch andere Möglichkeiten,…das Ziel für dieses Anliegen zu erreichen.
    Wägen wir gut ab.

    Ja, es geht ums WIR.
    Tagen WIR das.

    Ertragen kann.und ist mit Sicherheit der falsche Weg!

    Die Lösung, ist immer dann eine gute Lösung:
    Möglichst viele mitwirken, verstehen, mittragen.

    Danke

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