350 neue leistbare Wohnungen in Brunn am Gebirge

Präsentieren das neue Wohnareal quartier21: Vizebgm. Matthias Müller, Bgm. Dr. Andreas Linhart und Bgm.-Stv. Dr. Christian Schmitzer (v.l.), Foto: Schwertführer

Brunn am Gebirge: 350 neue Wohnungen, der Großteil davon mit einem Quadratmeterpreis von maximal 10 EUR (inkl. Betriebskosten), sollen in den nächsten zehn Jahren im quartier21, der ehemaligen Brunner Glasfabrik entstehen. 

Das derzeit im Besitz der Wiener Städtischen und einiger Bauträger befindliche 90.000 m2 große Areal zwischen Wienerstraße und Südbahn soll umgewidmet werden, sodass auch mindestens 18.000 m2 Grünland entstehen. „Mehr als nur ein Beserlpark“, wie Vizebürgermeister Matthias Müller auf einer Pressekonferenz betonte.

In den nächsten Tagen flattert jedem Brunner Haushalt ein Prospekt ins Haus, in dem die Pläne der rot-pinken Rathaus-Koalition für die Neugestaltung der früheren Glasfabrik präsentiert werden.

Ein Drittel, nämlich 30.000 m2, ist für neue Wohnungen vorgesehen, ein weiteres Drittel für Bildungs- und Freizeiteinrichtungen (Schulen, Sportanlagen) und das restliche Drittel für Grünland (18.000 m2) sowie Betriebe und Nahversorgung (12.000 qm).

Für Bürgermeister Dr. Andreas Linhart lautet die zentrale Frage: „Wie viel Wohnraum brauchen wir, wie viel vertragen wir?“ Denn eines ist klar: Brunn ist eine wachsende Gemeinde, und nicht jeder Einwohner ist Millionär. Es braucht also leistbare Wohnungen, nicht nur für junge Familien, sondern etwa auch für Seniorinnen und Senioren, die mit der Rente ihr altes Heim nicht mehr finanzieren können oder weniger Wohnbedarf haben. Derzeit können nur 26 Prozent der Ansuchen für leistbare Wohnungen im Ort befriedigt werden, weshalb für die neuen Wohnungen im quartier21 die Gemeinde ein gewichtiges Wort bei der Vergabe haben wird.

Bis 2030 bekommt Brunn auch eine neue Bahnhaltestelle, den „Brunn Europaring“. Somit wird es dann zwei Schnellbahnstationen in Gehdistanz geben. Außerdem sollen die Bewohner des quartier21 auch eine Öffi-Jahreskarte bekommen. Autofahrern wird hingegen maximal ein Parkplatz pro Wohnung zur Verfügung stehen, und es wird keine Tiefgarage geben, wie der Bürgermeister versichert. Bis zu dem Zeitpunkt, wo das Projekt fertig wird (in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts), wird der Individualverkehr ohnedies stark eingeschränkt sein.

Im Oktober dieses Jahres sollen die Gespräche mit den derzeitigen Eigentümern beginnen.  

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