
Perchtoldsdorf: Die NEOS in Perchtoldsdorf befürchten massive Beeinträchtigungen des Pendlerverkehrs durch die geplanten Sperren der Schnellbahn-Stammstrecke zwischen September 2026 und Ende 2027. „Schon jetzt führen häufige Zugausfälle und Verspätungen zu großem Ärger“, berichtet NEOS-Gemeinderat, Vizebürgermeister Tony Platt. Im letzten Quartal sind allein in Perchtoldsdorf 412 Züge ausgefallen – das sind rund 7,5 % der geplanten Halte. Besonders problematisch ist, dass Ausfälle und Verspätungen oft geballt im Frühverkehr auftreten.
Die ÖBB, so die NEOS, begründen die Probleme mit extremen Wetterverhältnissen und versprechen Verbesserungen durch neue Zuggarnituren ab Sommer 2026. Versprechungen sind den NEOS aber zu wenig. Sie fordern von den ÖBB ein glaubhaftes Konzept, wie die Fahrpläne während der Sperren eingehalten werden können.
NEOS-Verkehrssprecher, Landtagsabgeordneter Christoph Müller, warnt: „Wenn die Pendlerinnen und Pendler das Vertrauen in die Verlässlichkeit der ÖBB verlieren und auf das Auto umsteigen, steht uns im Süden ein Verkehrskollaps ins Haus. Das ist eine Herausforderung für die ganze Region von Wiener Neustadt bis Wien.“
Als Anreiz, das Auto trotz Bauarbeiten auf der Bahn stehen zu lassen, schlagen Müller und Platt vor, die Kernzone 100 während der Bauarbeiten vorübergehend auf die Schnellbahnen zwischen Liesing und Mödling auszuweiten.
