

Perchtoldsdorf: Siegfried Ludwig, von 1975 bis 1981 Bürgermeister von Perchtoldsdorf und von 1981 bis 1992 Landeshauptmann von Niederösterreich, wäre am 14. Februar 100 Jahre alt geworden.
Aus diesem Anlass fand in Anwesenheit von Landeshauptfrau Johanna Mika-Leitner und und ihrem Vorgänger Erwin Pröll eine Kranzniederlegung auf dem Perchtoldsdorfer Friedhof statt. Die Landeshauptfrau würdigte Ludwig als politischen Gestalter mit Weitblick und Mut zur Verantwortung. „Siegfried Ludwig hat Niederösterreich entscheidend geprägt. Er war ein großer Niederösterreicher: Sein Mut hat unserem Bundesland mit einer eigenen Landeshauptstadt eine neue Identität gegeben“, betonte Mikl-Leitner.
Ein historischer Meilenstein war die Volksbefragung im Jahr 1986, in der sich die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher für St. Pölten als eigene Landeshauptstadt ausgesprochen haben.
Siegfried Ludwig wurde am 14. Februar 1926 in Wostitz in Südmähren geboren. Nach der Matura in Znaim wurde er eingezogen und kehrte 1946 aus russischer Gefangenschaft zurück. Seine Familie wurde inzwischen vertrieben und ließ sich in Altlichtenwarth im Bezirk Mistelbach nieder. 1953 schloss Ludwig das Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Wien ab und trat danach in den NÖ-Landesdienst ein. Seine politische Laufbahn begann er 1964 als Landtagsabgeordneter. In weiterer Folge war er Finanz-Landesrat, Landeshauptmann-Stellvertreter sowie von 1975 bis 1981 Bürgermeister von Perchtoldsdorf. Von 1981 bis 1992 amtierte er als Landeshauptmann von Niederösterreich. Siegfried Ludwig verstarb am 16. April 2013.
In Perchtoldsdorf erinnern vor allem die Siegfried Ludwig Halle beim Freizeitzentrum und viele, unter seiner Amtszeit entstandenen Wohnbauten, wie etwa die Aspettensiedlung, an den verstorbenen Politiker.
