Perchtoldsdorf: Nach der erfolgreichen Umstellung in der Volksschule Roseggergasse soll nun auch die Volksschule Sebastian Kneippgasse eine offene Ganztagsschule werden.
Das Schulforum der Volksschule Sebastian Kneipp Gasse sowie der Volksschulgemeindeausschuss haben vergangene Woche mit großer Mehrheit der Einführung einer offenen Ganztagsschule zugestimmt. Damit wurde ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des Bildungsangebots am Standort Perchtoldsdorf gesetzt.
„Die offene Ganztagsschule ist ein zentrales Anliegen unseres Koalitionsprogramms“, betonen Andrea Kö (ÖVP) und Tony Platt (NEOS). In den vergangenen Monaten wurde intensiv an dieser Lösung gearbeitet, da sie als zeitgemäßes Modell gilt, um Schule, Lernen und Betreuung besser miteinander zu verbinden. Gute Bildungsangebote werden dabei als wesentliche Investition in die Zukunft der Gemeinde gesehen.
Der nächste Schritt liegt nun bei der Bildungsdirektion. Diese prüft die räumlichen Gegebenheiten am Standort und entscheidet, ob Umbauarbeiten oder andere Adaptierungen erforderlich sind. Der entsprechende Antrag wurde vom Obmann der Volksschulgemeinde, Martin Schwab, eingereicht.
Mehr Zeit und Raum für individuelles Lernen
Die offene Ganztagsschule trägt dem Umstand Rechnung, dass Kinder unterschiedlich schnell lernen. Durch gemeinsame Lernzeiten und darin integrierten Übungsphasen erhalten Schülerinnen und Schüler mehr Raum für individuelle Förderung. Hausaufgaben können in der Schule erledigt werden – begleitet von pädagogischem Fachpersonal, das gezielt unterstützt. Gemeinsames Lernen und Freizeitangebote fördern soziale Kompetenzen, Selbstständigkeit und Teamfähigkeit und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einer ganzheitlichen Entwicklung der Kinder.
„Dieses Modell entlastet nicht nur die Kinder, sondern auch die Familien. Das bestehende Angebot der Nachmittagsbetreuung in der Volksschule Sebastian Kneipp Gasse wird um die fachliche Expertise des Lehrpersonals ergänzt. Die Flexibilität, ob eine Familie die Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen möchte, bleibt erhalten“, fassen Schwab und Platt die Vorteile zusammen.

