Perchtoldsdorf: „Vor fast vierzig Jahren habe ich meine ersten pastorale Schritte in Perchtoldsdorf gemacht“, erzählte Erzbischof Josef Grünwidl am 22. April im vollbesetzten Neuen Burgsaal im Rahmen eines vom Hochberg-Kreis veranstalteten „Burg:Gesprächs“ mit dem Untertitel „Kirche im Aufbruch“.
Grünwidl Perchtoldsorf biographisch mehrfach verbunden
Der neue Wiener Erzbischof ist in Perchtoldsdorf kein Unbekannter: Nach seinem Diakonatsjahr 1987/88 in der örtlichen Pfarre und verschiedenen Stationen in der Erzdiözese, unter anderem als Sekretär seines Vorgängers Christoph Kardinal Schönborn, kehrte er von 2014 bis 2023 als Pfarrer nach Perchtoldsdorf zurück. Nach einer Begrüßung durch Hochbergkreis-Präsident Martin Eichtinger, Landesrat a. D. und Direktor der Diplomatischen Akademie und Einleitung durch Vizepräsident Roland Adrowitzer ließ der 63-Jährige Wiener Oberhirte seinen Weg passieren und bot Einblicke in seine Tätigkeit an der Spitze einer der größten Diözesen Europas. Im Gespräch mit Barbara Krenn, ORF-Verantwortliche für Religion und Ethik, ging es um Themen der Kirche von heute und um die Weichenstellungen für morgen, wobei hier Fragen der Strukturreform und Leitungskultur ebenso wie die Rolle von Frauen offen angesprochen wurden. Zahlreiche Fragen wurden auch aus der Diskussion mit dem Publikum beantwortet.
Eintragung ins Goldene Buch der Marktgemeinde
Bürgermeisterin Andrea Kö durfte zum Abschluss eine besondere Ehrung seitens der Marktgemeinde aussprechen und Erzbischof Grünwidl zur Eintragung in das Goldene Buch der Marktgemeinde einladen, wo sich bereits die Unterschriften der Ehrenbürger, Mitgliedern der Bundesregierung, des ersten Perchtoldsdorfers im Weltraum Franz Viehböck oder des Olympiasiegers Valentin Bontus befinden. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der kommunale Franz Schmidt-Musikschule, der die Eintrittsgelder des Abends als Spende des um das kulturelle Leben in Perchtoldsdorf engagierten„Hochberg-Kreises“ für den Instrumentenankauf zugute kommen werden.

