Bürgerspital und Mozart-Refugium werden saniert

Herbert Ribarich/ Ribarich Architekturbüro, WET-Geschäftsführer Christian Rädler, Bürgermeisterin Andrea Kö, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Isabella Leeb/Baumeister Rudolf Denk GesmbH, Landtagsabgeordnete Marlene Zeidler-Beck (v. l. n. r.) 

Perchtoldsdorf: Der Spatenstich zur thermischen Sanierung der beiden historischen Wohnhausanlagen Wiener Gasse 30-32 und Beatrixgasse 2 wurde am vergangenen Freitag, dem 13. Februar 2026, durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeisterin Andrea Kö vorgenommen. 

Die Wohnhäuser stehen im Eigentum der gemeindeeigenen Perchtoldsdorfer Immobilien GmbH und umfassen 28 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnnutzfläche von insgesamt etwa 1.740 Quadratmetern. Die Sanierung wird durch Mittel der NÖ Wohnbauförderung sowie des Bundes mit einer Gesamthöhe von rund 3,8 Mio. Euro bezuschusst und operativ mit dem Projektpartner WETgruppe durchgeführt. Eine Voruntersuchung in beiden Objekten hat mögliche ökologische Einsparungspotenziale von jährlich rund 72 Tonnen Kohlendioxid identifiziert. 

Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes können Eingriffe in die Gebäudestruktur nur äußerst behutsam vorgenommen werden. Die Sanierung umfasst die Trockenlegung sämtlicher Grundmauern, die Innendämmung der Gebäudehülle, die Überarbeitung der Fensterelemente unter Berücksichtigung der Bauphysik und die Überarbeitung bzw. Erneuerung der Dachkonstruktion. Weiters wird eine zentrale Heizungsversorgung installiert und die Sanitäranlagen auf einen zeitgemäßen Stand gebracht – so sind im Bestand der Beatrixgasse 2 bisher noch Gangtoiletten vorherrschend. Außerdem wird in der Beatrixgasse 2 eine Liftanlage eingebaut. 

Beide Objekte haben eine hohe Bedeutung für die Ortsentwicklung: Die Geschichte der im Kern mittelalterlichen Häusergruppe Wiener Gasse 30-32 ist mit einem Aufenthalt Wolfgang Amadeus Mozarts 1791 verbunden. Das benachbarte Gebäude Beatrixgasse 2 diente als frühneuzeitliches Bürgerspital und wurde im 19. Jahrhundert in seine heutige Form gebracht. Das Ziel der Sanierung besteht darin, die beiden ortsbildprägenden Gebäude in ihrer historisch wertvollen Weise auch für die zukünftigen Generationen zu bewahren. 

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert