Steinbruchsee in Kaltenleutgeben: Naturschutz vor Badespaß

Perchtoldsdorf/Kaltenleutgeben: Seit rund 25 Jahren besteht der künstliche Steinbruchsee, auch Glitzersee genannt, im Gemeindegebiet von Kaltenleutgeben. Der See steht aber im Eigentum der Marktgemeinde Perchtoldsdorf.

2015 wurde der See per Bescheid von der Bezirkshauptmannschaft Mödling als Landschaftssee wasserrechtlich bewilligt und das damit gesetzlich verbundene Badeverbot ausgesprochen. Das Gebiet rund um den beliebten See wurde 2016 außerdem zum Naturschutzgebiet erklärt.

Laut Bescheid der Naturschutzbehörde des Landes NÖ wurde bereits im Oktober 2020 ein Bescheid erlassen, der vorsieht, dass die Zugangsbrücke abzubaggern ist und ein 28 m langer Zaun errichtet werden soll. Betroffen davon ist das Gebiet nördlich vom See, beim Einlaufbecken.

Nun hat man sich entschieden, das Gebiet weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und plant diesbezüglich Maßnahmen, die im Einklang mit dem Naturschutz stehen. „Das Gebiet erfreut sich an hoher Beliebtheit und ist ein wichtiges Naherholungsgebiet. Dieses soll nun neu gestaltet werden”, so die Kaltenleutgebener Bürgermeisterin Bernadette Geieregger. Gleichzeitig betont sie, dass ein Badesee für den Ort aus finanziellen Gründen aktuell nicht umsetzbar sei.

VP-Bürgermeisterinnen Andrea Kö (Perchtoldsdorf) und Bernadette Geieregger (Kaltenleutgeben), Foto: Marktgemeinde Kaltenleutgeben

„Wir wollen sicherstellen, dass das Naturschutzgebiet auch in Zukunft entsprechend zur Erholung genutzt werden kann. Leider ist das Naturschutzgebiet aufgrund der illegalen und exzessiven Nutzung sehr beeinträchtigt und viele Tierarten sind aktuell nicht zu finden. Der Schutz von Artenvielfalt und die Diversität im Gebiet sind uns ein besonderes Anliegen. Wir können nicht riskieren, dass illegale Lagerfeuer einen gefährlichen Waldbrand auslösen“, so Bürgermeisterin Kö.

 

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