Kontroverse zwischen VP-Bürgermeister und FPÖ wegen türkischer Neo-Gemeinderätin

Maria Enzersdorf. Am 24. November wurde Ümmü Büjüktepe als neue ÖVP-Gemeinderätin angelobt. Dagegen wetterten FPÖ-Nationalrat Christian Höbart und der Maria Enzersdorfer FPÖ-Obmann Friedrich Gill inheute.at. Denn Frau Büjüktepe ist Vorstandsmitglied bei ATIB Wien. ATIB ist ein muslimischer Verein für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich, wird aber von Kritikern als verlängerter Arm Erdogans in Österreich bezeichnet. Höbart spricht von einer Bankrotterklärung der ÖVP Maria Enzersdorf, weil sie Vertreter eines islamistischen Vereins ins Ortsparlament einziehen habe lassen.

Friedrich Gill fordert Bürgermeister Johann Zeiner auf, jegliche Zusammenarbeit mit Vertretern dieses Vereins einzustellen und bei Frau Büyüktepe Konsequenzen zu ziehen.

 

Doch ÖVP-Bürgermeister Johann Zeiner denkt nicht daran. In einer Aussendung bezeichnet er die Vorwürfe von Höbart und Gill hinsichtlich politischem Islam als jeder Grundlage entbehrend. „Frau Büyüktepe ist selbstständige Unternehmerin, seit Jahren in Maria Enzersdorf engagiert tätig und leistet im lokalen Verein ATIB wertvolle Arbeit. Man kann hier von gelungener Integration sprechen. Die Vorgangsweise, eine für die Allgemeinheit tätige Bürgerin durch haltlose Anwürfe zu diffamieren, halte ich für mehr als bedenklich. Wir, die politischen Vertreter in Maria Enzersdorf, pflegen seit Jahren unter allen KollegInnen im Gemeinderat einen Umgang, der von persönlicher Wertschätzung geprägt ist. Dies dürfte bei den beiden Vertretern der FPÖ nicht so der Fall sein. Aufgrund der nüchternen Tatsachen erwarte ich mir eine Entschuldigung der beiden Herren bei unserer Kollegin.“

Zeiner kann sich auch der Rückendeckung  von Landshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sicher sein, die dem Ortschef volles Vertrauen schenkt.

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